Mein erster Stadtlauf: Cup da Franco in Darmstadt

Seit 25 Jahren wohne ich nun schon in Bonn-Beuel mit einer sehr kurzen Unterbrechung (Wesseling) und immer wieder hat mich der Laufsport eingeholt. Gestern Abend schoss mir plötzlich die Erinnerung an meine allererste Laufveranstaltung in Darmstadt im Jahr 1991 durch den Kopf.

Ich war damals eine der besten Grundschülerin in der Leichtathletik und sollte für die Erich Kästner-Schule (Grundschule in Darmstadt-Kranichstein) am Darmstädter Stadtlauf teilnehmen. Auf meinem Laufshirt, das ich zum Start von unserer Lehrerin ausgehändigt bekam und das jetzt noch in meinem Flur hängt, steht „Cup da Franco“. Erst heute habe ich erfahren, dass dieser Stadtlauf einer der ältesten deutschen Stadtläufe ist und auch „Pizzalauf“ (Sponsor war die Pizzeria da Franco) genannt wird. Ich haue mich weg vor lachen! Pizza liebe ich wie verrückt!

Nun gut, mein erster Stadtlauf endete jedoch in einem Desaster: Ich erinnere mich noch sehr gut, mit welchen Atemproblemen ich ins Ziel kam und meine Lunge brannte vor Anstrengung. Leider hatte meine Sportlehrerin meine Bestleistungen in den Disziplinen Werfen, Springen und Sprint nicht richtig interpretiert und gedacht, ich sei aufgrund dessen auch eine gute Ausdauerläuferin. Weit gefehlt und so musste ich mehr leiden als freudig durch die Darmstädter Innenstadt laufen. Diese Angst vor Ausdauerleistungen hielt bis 2014 an und schwingt immer noch gelegentlich mit. Reine Kopfsache, an der ich immer noch trainiere!

Was jedoch für mich bis zum heutigen Tag nicht von Interesse war, war meine tatsächlich Leistung beim Pizzalauf: Wie lang war die Strecke überhaupt? Welchen Platz  habe ich belegt? Wie war der Streckenverlauf? Für mich war es immer nur so unendlich peinlich gewesen, dass ich nicht besser gelaufen bin und auf den letzten Metern für jeden Happen Atemluft dankbar war.

So begebe ich mich also heute auf die Recherchereise…

Zuerst gebe ich „Cup da Franco“ in die Suchmaschine ein und werde schnell fündig. Leider reicht das Laufarchiv online nicht bis 1991 zurück. Also schreibe ich direkt mal eine eMail an den Veranstalter. Uff, das ist ja so etwas von spannend… zumindest für mich!

Ein paar Tage später kommt dann das Ergebnis! Herzlichen Dank an das Veranstalterteam, das sich für mich die Mühe gemacht hat und mir die Ergebnisliste per Email geschickt hat! Immerhin, ich habe Platz 161 von 167 Schülern und Schülerinnen belegt! 2000 Meter in 9,46 Minuten! Gefühlt waren ein Marathon in 10 unendlichen Stunden. Nun gut, aus einer Sprinterin, die gerade mal 50 Meter auf Hochtouren gewöhnt ist, macht man nun mal nicht so schnell eine Dauerläuferin.

So, jetzt frage ich bei der Lokalzeitung noch nach möglichen Fotos und dann soll meine Recherche in der Vergangenheit erst einmal ruhen…

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