Eine Hand voll Fragen an… Irene Sunnus von der Welthungerhilfe!

Kurzprofil

Irene Sunnus organisiert gemeinsam mit dem Team der Welthungerhilfe den ZeroHungerRun. Im Jahr 2016 erlebte der ZeroHungerRun in Bonn seinen erfolgreichen Startschuss unter den Laufevents. 2017 findet die zweite Runde des Spendenlaufs in der Rheinaue Bonn statt.

www.zerohungerrun.de

Das Interview

Frage 1: Wie kam es zu der Idee, den Zero Hunger Run in Bonn zu veranstalten?

Irene Sunnus: Wir wollten unsere erfolgreichen Schüler-Sponsorenläufe  endlich auch auf Erwachsene ausweiten. Denn so viele Menschen laufen gerne und bringen dabei oft ein Bewusstsein dafür mit, dass ein gesundes Leben hier von großen globalen Zusammenhängen abhängt. Weil Bonn unsere Heimat ist, wollten wir unseren ersten Testlauf auch hier machen. Und waren überwältig von der großen Resonanz.

Frage 2: Welche Hilfsprojekte werden konkret mit dem Spendengeld vom Zero Hunger Run gefördert?

Irene Sunnus: Alle Spenden des #ZeroHungerRun fließen in Projekte, die der Hungerbekämpfung dienen. Wir sind vor allem in Afrika und Asien tätig, und unser Ansatz in den Projekten ist fast immer, Kleinbauern und ihre Familien auf dem Land zu fördern. Denn sie sind es, die für 70% der weltweiten Lebensmittelproduktion sorgen und gleichzeitig sind sie am stärksten von Armut betroffen. Unsere Projekte stärken Kleinbauern, sorgen für höhere Erträge und bessere Absatzmärkte und bieten den Menschen eine Perspektive auf dem Land.

Irene Sunnus (Foto: Welthungerhilfe)

Frage 3: Welchen Stellenwert hat die Betriebliche Gesundheitsförderung innerhalb der Welthungerhilfe?

Irene Sunnus: Es gibt Rückenkurse und ein Massageangebot. Sportlich sind wir gerne außerhalb der Arbeitszeit unterwegs, vor allem bei Laufveranstaltungen findet sich häufig ein Welthungerhilfeteam. Aber auch bei Fußball-Freizeiturnieren und sonstigen sportlichen Spaßaktionen sind immer gerne KollegInnen dabei.

Frage 4: Wie kann Ihrer Meinung nach ein Laufevent möglichst umweltschonend, fair und nachhaltig gestaltet werden?

Irene Sunnus: Da wir keine professionellen Laufveranstalter sind, können wir natürlich nur für unseren Lauf sprechen. Fair ist unser Lauf ja schon alleine dadurch, dass 100% der Startspende in unsere Projektarbeit fließen. Das ist dadurch möglich, dass wir natürlich ein gewisses Budget dafür haben, die Arbeit der Welthungerhilfe in Deutschland bekannt zu machen. Somit können wir dieses für den Lauf nutzen und die Spenden 1:1 weiterleiten. Vor Ort versuchen wir fair gehandelte  und regionale Lebensmittel (Bananen, Äpfel, Wasser etc.) anzubieten und möglichst wenig Müll zu produzieren.

Frage 5: Wie ist die Resonanz auf den Zero Hunger Run und wird es derartige Veranstaltungen auch in Zukunft geben?

Irene Sunnus: Für den ersten Lauf hatten sich über 1300 Menschen angemeldet, was unsere kühnsten Erwartungen übertroffen hat. Deshalb haben wir sofort den 2. #ZeroHungerRun eingetütet – diesmal am Wahltag 24.9.! Alle Infos zum Lauf und zur Anmeldung, die jetzt schon möglich ist: www.zero-hunger-run.de. Und wenn der ähnlich toll wird wie der letzte, wird es 2018 auch einen 3. #ZeroHungerRun geben.

Vielen herzlichen Dank für dieses Interview!

© Kathrin Rosi Würtz, 04/2017